• Zigarettenfabrik Garbáty: Mehrere Schriftzüge mit den Namen der Fabrik zieren noch das Gebäude

    Mehrere Schriftzüge mit den Namen der Fabrik zieren noch das Gebäude Bildnachweis/Lizenz: A.Savin [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

  • Zigarettenfabrik Garbáty: Die ehemalige Villa der Familie Garbáty diente bis heute immer wieder als Botschaftsgebäude

    Die ehemalige Villa der Familie Garbáty diente bis heute immer wieder als Botschaftsgebäude Bildnachweis/Lizenz: Bundesarchiv, Bild 183-1987-0130-316 / CC-BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Zigarettenfabrik Garbáty

Der jüdische Einwanderer Josef Garbáty gründete sein Zigarettenunternehmen 1881 an der Schönhauser Allee. Bereits 1906 konnte er für sein Unternehmen in Pankow neue Fabrikgebäude und eine Villa für seine Familie errichten lassen. Diesen Erfolg hatte er vor allem der Zigarettenmarke Königin von Saba zu verdanken. Als einer der größten Arbeitgeber Pankows war das Unternehmen aufgrund seiner Sozialpolitik sehr beliebt. Garbáty stellte auf dem Firmengelände unter anderem Pausenräume, eine Kantine und eine Betriebswäscherei für seine Mitarbeiter zur Verfügung. Besonders erwähnenswert ist die von Garbáty veranlasste Arbeitslosenversicherung 9 Jahre vor der Einführung der staatlichen Versicherung.

Doch die Politik der Nationalsozialisten führte zur Enteignung und zur Flucht der meisten Familienmitglieder. Während der deutschen Teilung blieb die Produktion als Volkseigener Betrieb erhalten.  Nach der endgültigen Schließung 1990 wird das Gebäude hauptsächlich als Gewerbefläche und Wohnraum genutzt.

Archivmaterial zur Zigarettenfabrik

Die Zigarettenfabrik Garbáty in der Berliner Denkmaldatenbank

Josef Garbáty bei Wikipedia

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