• Havelwerk Dr. Cassirer & Co. AG, Poelzig-Halle: Die Poelzig-Halle wird seit 2010 als Museumsdepot der Stiftung Stadtmuseum genutzt.

    Die Poelzig-Halle wird seit 2010 als Museumsdepot der Stiftung Stadtmuseum genutzt. Bildnachweis/Lizenz: Norbert Gilson

  • Havelwerk Dr. Cassirer & Co. AG, Poelzig-Halle: Die Werkshalle wurde 1928 bis 1930 gebaut und steht heute unter Denkmalschutz.

    Die Werkshalle wurde 1928 bis 1930 gebaut und steht heute unter Denkmalschutz. Bildnachweis/Lizenz: Norbert Gilson

Havelwerk Dr. Cassirer & Co. AG, Poelzig-Halle

Aufgrund der beengten Grundstückssituation in ihrem Charlottenburger Werk beschlossen die Brüder Louis und Julius Cassirer Mitte der 1920er Jahre den Neubau einer Bleikabelfabrik auf einem Industriegelände in Berlin-Hakenfelde. Die Lage am Havelufer erlaubte die Einrichtung einer Schiffsanlegestelle. Die großzügige Fabrikanlage bestand aus Hallenbauten mit einer Grundfläche von rund 7.000 m², an die sich ein zweigeschossiger Verwaltungs- und Lagertrakt anschloss. Als Nebengebäude entstanden ein Kesselhaus mit Kamin, Garagen und ein Pförtnerhaus. Außerdem verfügte die Anlage über einen Gleisanschluss an die Industriebahn mit Abstellgleisen, Kranbahnen und Wiegeeinrichtung.

Nach der Stilllegung des Kabelwerks 1993 ging das Gelände an eine Entwicklungsgesellschaft über, die das Gebiet zwischen Havel, Rauchstraße und Streitstraße im Rahmen des städtebaulichen Entwicklungsprojekts „Wasserstadt Oberhavel“ zu einem Wohn- und Geschäftsquartier umgestaltete. Die nach ihrem Architekten Hans Poelzig benannte Poelzig-Halle ist denkmalgerecht saniert und wird heute von der Stiftung Stadtmuseum Berlin als Standort für Sammlungsdepots, Archive und Werkstätten genutzt. Reste der Umgrenzungsmauer und das Pförtnerhaus, in dem sich ein kleines Café befindet, sind in einen neu angelegten Park integriert.

Das Havelwerk Dr. Cassirer bei Kultur und Technik

Das Kabelwerk Dr. Cassirer und Co in der Berliner Denkmaldatenbank

Das Kabelwerk Dr. Cassirer und Co bei Wikipedia

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