• Generaltelegrafenamt: Der Architekt Carl Schwatlo orientierte sich an italienischen Renaissance-Palazzi.

    Der Architekt Carl Schwatlo orientierte sich an italienischen Renaissance-Palazzi. Bildnachweis/Lizenz: Norbert Gilson

  • Generaltelegrafenamt: Die Figuren über den Säulen stellen verschiedene Abläufe der Telegrafie und Telefonie dar.

    Die Figuren über den Säulen stellen verschiedene Abläufe der Telegrafie und Telefonie dar. Bildnachweis/Lizenz: Norbert Gilson

Generaltelegrafenamt

Bereits 1862 begann der erste Bauabschnitt des Generaltelegrafenamts, dem ersten Gebäude weltweit, das auschließlich zur Telegrafie genutzt wurde. 1876 begann der Ausbau eines unterirdischen Telegrafenkabelnetzes mit Zentrum in Berlin. So sollte eine schnelle Kommunikation garantiert werden. Der wachsende Telegrafenverkehr und die neue Fernsprechvermittlung führten zu einem weiteren Neubau an der Oranienburger Straße. Das Gebäude in der Jägerstraße blieb vor Zerstörungen im Ersten und Zweiten Weltkrieg verschont. So kann man heute noch den repräsentativen Neorenaissancebau mit seiner eindrucksvollen Sandstein-Säulenfassade betrachten. Die Geschosse sind durch Gesimse voneinander abgesetzt, die Fensterbänder jeweils durch Säulenpaare unterteilt. Skulpturen an der Fassade stellen die verschiedene Abläufe der Telegrafie und Telefonie dar.

Der zentrale Telegrafensaal im Erdgeschoss beherbergte auf einer Grundfläche von 860 m² 100 Typendruck-Telegrafenapparate. 250 Morseapparate waren im ersten Obergeschoss untergebracht. Das zweite Obergeschoss umfasste neben zahlreichen Büroräumen auch die Dienstwohnung des Amtsvorstehers. Noch heute dient das imposante Gebäude „fernmeldetechnischen“ Zwecken und wird von der Deutschen Telekom AG genutzt.

Das Haupttelegrafenamt bei Kultur und TechikTouren

Das Generaltelegrafenamt in der Berliner Denkmaldatenbank

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