• Fernamt Berlin: Bei seiner Errichtung war das Fernamt Berlin die größte Fernsprecheinrichtung Europas.

    Bei seiner Errichtung war das Fernamt Berlin die größte Fernsprecheinrichtung Europas. Bildnachweis/Lizenz: Onkel Dittmeyer, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

  • Fernamt Berlin: Der Innenhof des 1929 fertiggestellten Gebäudes.

    Der Innenhof des 1929 fertiggestellten Gebäudes. Bildnachweis/Lizenz: Onkel Dittmeyer, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Fernamt Berlin

Im Berliner Fernsprechverkehr nahm in den 1920er Jahren das Bedürfnis nach überregionalen Telefonverbindungen stark zu. Zwar setzte sich in der Vermittlungstechnik die Selbstwähltechnik als Ersatz für die ursprüngliche Handvermittlung zunehmend durch, dies gelang jedoch zunächst nur im lokalen Rahmen. Für den Fernverkehr blieb man auf das „Fräulein vom Amt“ angewiesen. Zur Bewältigung des Gesprächsaufkommens ließ die Deutsche Reichspost in den 1920er Jahren einen gewaltigen Neubau mit einer Frontlänge von 90 m und einer Tiefe von 140 m errichten. Die damals größte Fernsprecheinrichtung Europas bot Platz für bis zu 8.000 Personen Dienstpersonal. Der siebengeschossige Stahlskelettbau ist mit roten Klinkern verkleidet, wobei die Fassade expressionistische Stilelemente aufweist. Über dem mittig hervorgehobenen Treppenhaus prangt eine Plastik des Reichsadlers.

Nachdem die Fernvermittlungsstelle in den 1980er Jahren in einen Neubau umgezogen war, erhielt das ehemalige Fernamt eine neue Bestimmung. Heute sind hier Büros und Seminarräume der Deutschen Telekom AG, ein Zentrum für Existenzgründer und die einladende Bar „Am Fernamt“ untergebracht.

Das Fernamt bei Kultur und TechnikTouren

Das Fernamt in der Berliner Denkmaldatenbank

Das Fernamt Berlin bei Wikipedia

Kommentar schreiben