• Brotfabrik Wittler: Straßenfassade des Verwaltungstraktes der Wittler-Brotfabrik in der Maxstraße.

    Straßenfassade des Verwaltungstraktes der Wittler-Brotfabrik in der Maxstraße. Bildnachweis/Lizenz: Andreas Süß

  • Brotfabrik Wittler: Im Backhaus von 1927 befanden sich einst die Mammutbacköfen für die automatisierte Brotfabrikation.

    Im Backhaus von 1927 befanden sich einst die Mammutbacköfen für die automatisierte Brotfabrikation. Bildnachweis/Lizenz: Andreas Süß

Brotfabrik Wittler

Gegründet 1898 als Bäckerei, entwickelte sich das Unternehmen von Heinrich und August Wittler durch die Einführung industrieller Produktionsweisen bis in die 1920er-Jahre zum zeitweise größten Brotproduzenten Europas. Die Brotfabrik wurde 1908 zusammen mit Wohnhaus, Stall und Kesselhaus in der Maxstraße erbaut. Die Entwicklung der Firma war eng verbunden mit den Zeiten von Wirtschaftskrise, Krieg und Zwangsarbeit und der zentralen Frage der Versorgung der Menschen in der wachsenden Millionenmetropole Berlin. In den 1920-er Jahren und vor allem im Zweiten Weltkrieg setzte die Firma Elektroautos als Lieferfahrzeuge ein. Einer dieser Lieferwagen gehört zum Bestand des Deutschen Technikmuseums. Nach dem Zweiten Weltkrieg änderten sich allmählich die Eßgewohnheiten, die Brotfabrik Wittler konnte sich nicht gegen die stärker werdende Konkurrenz aus Westdeutschland durchsetzen und musste 1982 Konkurs anmelden.

Von der Blütezeit des Unternehmens zeugt heute noch die denkmalgeschützte Wittler Brotfabrik, in der nun unter anderem ein Seniorenstift, Büros und Wohnungen untergebracht sind.

Wittler Brotfabrik in der Berliner Denkmaldatenbank

Die Brotfabrik Wittler beim Berlin-Brandenburgerischen Wirtschaftsarchiv

Wittler (Bäcker) bei Wikipedia

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