• Askania Werke Mariendorf: Architekt Hans Altmann entwarf moderne, auf klaren Linien aufbauende Gebäude im sachlichen Stil.

    Architekt Hans Altmann entwarf moderne, auf klaren Linien aufbauende Gebäude im sachlichen Stil. Bildnachweis/Lizenz: Norbert Gilson

  • Askania Werke Mariendorf: Verwaltungsgebäude der Askania-Werke

    Verwaltungsgebäude der Askania-Werke Bildnachweis/Lizenz: Bodo Kubrak, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Askania Werke Mariendorf

Um ab 1935 das zunehmende Auftragsvolumen für die Wiederaufrüstung bewältigen zu können, entstand in Mariendorf eine neue Fabrikanlage der Askania-Werke AG. Der Hersteller optischer Präzisionsmechanik fertigte dort Luftfahrtgeräte, Reihenoptiken und Kreiselgeräte für die Marine. Die Heinkel-Flugzeugwerke bezogen von hier verschiedenste Fluggeräte. Auch entwickelten die Askania-Werke Steuerungen für das »Aggregat 4«, die auch als »V2« bekannte deutsche Flüssigtreibstoff-Rakete. Bis 1944 wuchs die Zahl der Beschäftigten auf mehr als 24.000, darunter zahlreiche Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter.

Nach weitgehender Demontage der Produktionsanlagen begann das Unternehmen 1946 neu, zunächst mit optischen Gebrauchsgegenständen des alltäglichen Bedarfs und bald auch wieder mit anspruchsvollen optischen Geräten, wie Kino-Projektoren. 1960 wurden die Askania-Werke, zusammen mit anderen Unternehmen der Elektroindustrie, auch von Siemens, in die Gründung der Continental Elektroindustrie AG einbezogen. 1975/76 wurde der Standort Mariendorf zugunsten einer neuen Bleibe in Berlin-Siemensstadt aufgegeben. Seit 1964 nutzt der Aufzughersteller Schindler Deutschland AG Teile des ehemaligen Askania-Geländes. Die Tradition der Askania Präzisionsinstrumente wird heute von der Askania Uhrenmanufaktur Berlin weitergeführt.

Die Askania Werke bei Kultur und TechnikTouren

Die Askania Werke in der Berliner Denkmaldatenbank

Die Askania Werke bei Wikipedia

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