Themenrouten

Die über die Stadt verteilten Themenrouten machen es möglich, die Berliner Industriekultur über verschiedene Zeiten, Räume und Generationen hinweg als ein vielschichtiges kulturelles System zu interpretieren. Jede Themenroute thematisiert gesellschaftliche Fragen, die sich wie in einer Zeitschleife durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ziehen lassen. Diese Aktualität kann zugleich Ausgangs- oder Schlusspunkt der Betrachtung sein und lädt zum Gespräch ein - zwischen den Generationen und zwischen den Regionen. Miteinander konkurrierende Sichtweisen werden einander gegenüber gestellt.

Ortstypen

Hier kann die alte und die neue Industriekultur Berlins erlebt und erfahren werden. Klassische touristische Destinationen stehen neben Orten "der anderen Art". Verborgene Orte und Orte der Begegnung, an denen man ins Gespräch mit anderen Menschen und lokalen Akteuren kommen kann, sind dabei besonders wichtig.

Netze

Infrastrukturnetze wie Post, U-Bahn-Linien, Eisenbahnlinien, aber auch unsichtbare Netze (Kraftwerke, Umspannwerke o. ä.) werden hier visualisiert.

Aktive Industrie und Innovation

Neben Produktion sind Forschung und Entwicklung grundlegende Aufgaben der Industrie. Berlin kann sich mit seiner guten Infrastruktur und den zahlreichen Hochschulen als attraktiver Standort für Traditionsbetriebe als auch für Startups behaupten.

Alltagsleben

Während der Industrialisierung änderten sich die Lebensbedingungen der Bevölkerung einschneidend. Neben Mietskasernen entstanden u. a. Markthallen, Schwimmbäder, Krankenhäuser. Von vielen Einrichtungen und Anlagen profitieren die Berliner noch heute.

Jenseits der Steckdose

Kraftwerke, Leitungen und Umspannwerke sind nur einige Stationen, die der Strom auf dem Weg in unsere Steckdosen durchläuft. Die Elektroindustrie war Katalysator für die industrielle Entwicklung Berlins, die großflächige Elektrifizierung hatte weltweite Vorbildfunktion.

Krieg und Frieden

Rüstungsproduktion, Arbeitslager, Bunker und die geteilte Stadt – die großen Konflikte des 20. Jahrhunderts haben Spuren hinterlassen. Gedenkorte und neue Bedeutungszuschreibungen durch zivile Umnutzungen fordern eine kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte.

Mobilität

Eine Metropole benötigt ein belastbares Verkehrsnetz mit schnellen Fortbewegungsmitteln und geringen Emissionen. Die notwendige Infrastruktur ist einem stetigen Wandel unterzogen, um auch in Zukunft den Bedürfnissen der Berliner zu entsprechen.

Molle und Korn

Mit der Einwohnerzahl stieg auch der Bedarf an Bier und Brot. Durch die Industrialisierung des Brauwesens wurde Berlin um 1900 zur größten Brauereimetropole der Welt. In ehemaligen Malzfabriken, Sudhäusern und Lagerhallen sind heute oft Kunst und Kultur zu Hause.

Musik- und Medienindustrie

Das erste Rundfunkhaus Europas und die Ausstrahlung der weltweit ersten Fernsehsendung sind nur zwei Meilensteine in der Geschichte der Medienstadt Berlin. Heute ist die Stadt beliebter Standort für Musik- und Medienunternehmen, für Buch- und Zeitschriftenverlagen.

Schalten und Walten

Banken und Politik beeinflussten als Geldgeber und Förderer viele Firmen direkt und waren wichtig für die Entwicklung des Standorts Berlin. Durch den Machtmissbrauch von Seiten der Politik kamen im 20. Jahrhundert auch viele Unterdrückte in die Industrie. Die Aufarbeitung dieser schwierigen Kapitel ist heute Thema diverser Ausstellungen.

Stadthygiene

Öffentliche Badeanstalten, Krankenhäuser und auch Abwassersysteme entstanden parallel zur Bevölkerungszunahme ab Ende des 19. Jahrhunderts. Der Hygiene kam eine immer wichtigere Rolle zu. Wohnbauten und Industrieanlagen entstanden deshalb zunehmend räumlich getrennt.

Urban Mining

Rohstoffverbrauch, Herkunft der Wertstoffe, Müll als Ressource, die Stadt als Bergwerk. Recyclinghöfe, Orange Box, Berliner Stadtreinigung. Green Tech. Haltbarkeit der Produkte und Kritik an der Wegwerfgesellschaft. Müllverbrennungsanlagen, Deponien, Trümmerberge ...

Vernetzte Stadt

Öffentliche Verkehrsmittel und die Systeme zur Verteilung von Gas und Strom sind Beispiele für städtische Netzwerke. Die Funktionsweise der Netze ist vielschichtig und komplex, im Stadtbild sind die dazugehörigen Bauten oft erst auf den zweiten Blick sichtbar.

Architektonische Highlights

Diese Bauten sind Zeugnisse der Industriekultur und bestechen durch ihre besondere Gestaltung. Sowohl die Innenräume als auch die Außenfassade leben von ihrer starken Erscheinung.

Atmosphärischer Ort

Hier wird die Präsenz von Technik und Industrie im Stadtbild oder auch im Innenraum besonders sichtbar. Zeit für eine kurze Pause oder ein ordentliches Picknick.

Denkmal

Eventlocation

Der industrielle Charme dieser Orte lebt weiter. Er wird nun allerdings für Konzerte, Vorträge, Ausstellungen sowie öffentliche und private Feiern im besonderen Ambiente genutzt.

Geheimtipp

Viele interessante Orte sind gut versteckt oder nur einigen wenigen bekannt. Dabei weisen sie ihre ganz eigenen Qualitäten auf und warten nur darauf entdeckt zu werden!

Industriekultur in Brandenburg

Initiative

An authentischen Orten kann man engagierte Zeitzeugen, Aktivisten oder Visionäre treffen, die von der Alten und der Neuen Industriestadt Berlin erzählen. Lokale Akteure informieren über die Veränderungen im Kiez.

Kulinarisches

Essen und Trinken gehört auch dazu! In diesen Cafés, Bars oder Restaurants entdeckt man direkt oder indirekt immer auch einen Bezug zur Berliner Industriekultur.

Museum

Kleine und große Ausstellungen informieren Besucher über die unterschiedlichsten Aspekte rund um die Berliner Industrie. Hier wird Industriekultur gelebt und vermittelt!

Route der Industriekultur Berlin

Unterkunft

Verlorener Ort

Nicht alle interessanten Orte überdauern die Zeit, der Prozess des Verschwindens gehört ebenso zur Stadt wie das Bauen. Es sind jedoch Spuren vorhanden und helfen uns Geschichte besser zu verstehen.

Eisenbahn

Gas

Kommunikation

Rohrpost

S-Bahn

Straßenbahn

Strom

U-Bahn

Wasser Ver- und Entsorgung

Wasserstraßen